Eingabe löschen

Kopfbereich

Hauptnavigation

Becoming Breastfeeding Friendly Schweiz (BBF-Projekt)

Um das Stillen in der Schweiz zu fördern, soll die stillfreundliche Umgebung anhand des standardisierten Verfahrens «Becoming Breastfeeding Friendly» beurteilt werden. Auf Basis der gescorten Benchmarks werden Massnahmen entwickelt, die anschliessend in der Schweiz umgesetzt werden sollen.

Beschreibung

Ausgangslage

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt das ausschliessliche Stillen während den ersten sechs Lebensmonaten (WHO, online). Eine Studie von Gross et al. (2014) hingegen zeigte, dass Frauen in der Schweiz im Durchschnitt lediglich zwölf Wochen ausschliesslich stillen. Diese durchschnittliche Stilldauer liegt deutlich unter den internationalen Empfehlungen. Die World Breastfeeding Trends Initiative (WBTi) bewertete die Stillförderung in der Schweiz im Jahr 2020 als entwicklungsbedürftig, da politische Massnahmen und Programme nur 48 von 100 möglichen Punkten erreichten (WBTi, 2020).

Diese Ergebnisse verdeutlichen den dringenden Handlungsbedarf zur Verbesserung des Stillumfelds und der Stillpraktiken. Eine umfassende systematische Analyse der Stillumgebung in der Schweiz ist erforderlich, um gezielte Massnahmen zur nachhaltigen Förderung des Stillens zu entwickeln und umzusetzen.

Zielsetzung

Das Ziel des Becoming Breastfeeding Friendly (BBF) Schweiz Projekts ist es, die Stärken und Schwächen der stillfreundlichen Umgebung in der Schweiz zu identifizieren und Empfehlungen sowie Prozesse zur Ausweitung der Stillstrategien und -programme zu entwickeln. Langfristig sollen konkrete Massnahmen abgeleitet werden, um die Stillrate in der Schweiz nachhaltig zu erhöhen.

Methode und Vorgehen

Unter der wissenschaftlichen Leitung der ZHAW, sowie der administrativen und finanziellen Unterstützung der Familie Larsson- Rosenquist Stiftung wird dieses Projekt erstmals in der Schweiz umgesetzt. Die BBF-Initiative wurde von der Universität Yale mit dem Ziel entwickelt, ein globales Scaling-up der Stillförderung zu ermöglichen. Die Beurteilung erfolgt anhand von acht Hauptkategorien:

  • Anwaltschaft
  • Politischer Wille
  • Gesetzgebung
  • Finanzierung
  • Bildung und Stillberatung
  • Werbung
  • Forschung und Evaluation
  • Zielsetzung und Koordination

Die Benchmarks in diesen Kategorien werden in insgesamt drei Sitzungen durch Expert:innen bewertet. In zwei weiteren Sitzungen werden gezielte Massnahmen zur Stillförderung in der Schweiz erarbeitet. Zur Datenerhebung werden eine Literatur- und Dokumentenanalyse, sowie teilstrukturierte qualitative Interviews durchgeführt.

Nutzen

Die vorliegende Studie analysiert die Stillumgebung in der Schweiz umfassend. Basierend auf den Empfehlungen des Expert:innengremiums können gezielte Massnahmen zur Förderung des Stillens implementiert werden. Langfristig könnte dies zu einer Erhöhung der durchschnittlichen Stilldauer von Frauen in der Schweiz beitragen.

Eckdaten

Projektleitung

Projektteam

Carola Baumgartner, Christelle Kaech (Haute école de santé Vaud HESAV), Aline Seeger

Projektpartner

Familie Larsson-Rosenquist Stiftung; Haute école de santé Vaud HESAV

Projektstatus

laufend, gestartet 03/2025

Institut/Zentrum

Institut für Hebammenwissenschaft und reproduktive Gesundheit (IHG)

Drittmittelgeber

Andere

Projektvolumen

94'696 CHF