Neuer Weiterbildungskurs "Digital Health Essentials"
Die Digitalisierung und der Einsatz neuer Technologien wie KI bieten grosses Potenzial im Gesundheitsbereich – doch oft fehlt es dem Fachpersonal an Basiswissen. Deshalb haben unsere Digital-Health-Expert:innen einen dreitägigen Kurs entwickelt, der den Teilnehmenden ein ganzheitliches Verständnis für die Digitalisierung und praxisnahe Skills vermittelt, die sie direkt im Berufsalltag anwenden können. Kursleiter Chris Russ erklärt im Interview die Vorteile dieses Kurses und was die Teilnehmenden erwartet.

Warum wurde der Weiterbildungskurs (WBK) „Digital Health Essentials“ ins Leben gerufen?
Aktuelle Statistiken des BAG und der ZHAW zeigen ganz klar, dass es noch immer ein mangelndes Verständnis für Digital Health und unzureichende Kompetenzen beim Fachpersonal gibt. Dies ist verständlich, da innerbetrieblich oft wenige Trainingsangebote an der Basis vorhanden sind. Unsere Beobachtungen in Projekten mit Institutionen aus dem Gesundheitswesen zeigen ebenfalls, dass oft die digitalen Grundlagen fehlen und das Verständnis, wo und wie man überhaupt starten sollte.
Zudem kommen immer schneller neue Technologien wie KI auf den Markt, aber es fehlt an methodischem Wissen, wie man sie erfolgreich einsetzt. Schließlich steht das gesamte Gesundheitswesen unter permanentem Kostendruck, es herrscht Personalmangel, und die persönliche Entwicklung jedes Einzelnen erfordert daher ein fundiertes Digital-Health-Basiswissen.

Was ist mit der Ergänzung „Essentials“ genau gemeint?
Dies verweist auf den Anspruch, eine 360°-Sicht auf das vielseitige Thema „Digital Health“ zu bekommen, um effektiver durchstarten zu können. Es geht darum, eine praxisorientierte Verortung zu erhalten und das minimal Notwendige in kürzester Zeit zu erlernen.
Eigentlich sollte dann jeder im Gesundheitswesen den Kurs besuchen, oder?
Stimmt, jede Person, die im Gesundheitswesen in irgendeiner Form mit Digitalisierung in Kontakt kommt oder dies plant, wäre ein sinnvoller Kandidat für den Kurs. Es ist daher kein Expertenkurs für IT-Cracks, sondern ein Befähigungskurs für Einsteiger:innen in die Digitalisierung und ein Auffrischungskurs mit einer ganzheitlichen Sicht, um unnötige Fehler zu vermeiden und schneller ans Ziel zu gelangen.
Was ist sonst noch so besonders an dem WBK?
Der Kurs zeichnet sich durch den systemischen und ganzheitlichen Ansatz aus. Damit ist gewährleistet, dass er nachhaltiger und länger für die Teilnehmenden Wirkung zeigt. Zudem liefert der Kurs die wichtigsten Bausteine in verdichteter Form, um sich effizient auf den neuesten Stand zu bringen.
Es gibt auch einen roten konzeptuellen Faden mit den drei Digitalisierungshebeln und dem Playbook als bewährte Best Practices, die universell eingesetzt werden können. Man bekommt einen objektiven und praktischen Überblick über führende Technologien wie KI, IoT, XR und weitere.
Die konkreten und greifbaren Fallbeispiele und Digital-Health-Lösungen geben einen tiefen Einblick in reale und praktische Anwendungen. Schließlich entwickeln die Teilnehmenden selbst ein erstes Grobkonzept für eine Digital-Health-Anwendung und internalisieren damit das gelernte Wissen.
Wie geht es nach so einem Grundlagenkurs weiter?
Der WBK ist natürlich ein wertvoller Schritt und bietet, wie gesagt, schon ein gutes Rüstzeug für den Alltag. Wer sich noch weiter einarbeiten möchte, sollte dem LinkedIn-Account des Digital Health Labs folgen und auf die Veröffentlichung des CAS „Digital Health Innovation & Implementation“ achten. Dieser umfassende Vertiefungskurs läuft über ein Semester und bietet die nächste Stufe der Digital-Health-Befähigungsreise an.
Der Kurs beginnt am 19. Juni und findet jeweils abends statt. Anmeldefrist ist der 5. Juni. Weitere Informationen und Registrierung unter: Digital Health Essentials
Weitere spannende Weiterbildungskurse im Bereich Data Science und Künstliche Intelligenz unter: www.zhaw.ch/icls/weiterbildung