Studium in Regenerative Landwirtschaftssysteme
Bachelor
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Wir leiten und unterrichten in folgenden Modulen des Bachelor in Umweltingieurwesen, Vertiefung Biologische Landwirtschaft und Hortikultur:
Agroforst und regenerative Agrikultur: Agroforst und andere regenerative Landnutzungssysteme planen, designen, umsetzen und pflegen werden durch Theorie und Praxisaufträgen vermittelt. Neben der praktischen Seite werden die wissenschaftlichen Grundlagen und Wirkungsmessungen von Massnahmen der regenerativen Landwirtschaft durchleuchtet.
Der Schwerpunkt liegt auf alternativen ackerbaulichen Massnahmen wie regeneratives Boden- und Gründüngungsmanagement, dem Einsatz von Hilfsstoffen und Kompostwirtschaft, sowie dem Anbau von Mischkulturen. Im Bereich Tierhaltung werden verschiedene silvopastorale Agroforstsysteme vorgestellt und neue Formen des Weidemanagements, wie zum Beispiel Mob-Grazing. Wesentliche Kenntnisse für die Begleitung von Planungsprozessen im Bereich der regenerativen Landwirtschaft werden vermittelt.
Landwirtschaftliche Unternehmensentwicklung: Was gehört alles zur Umstellung von herkömmlichen auf regenerative Produktionssysteme und wie können die unternehmerischen Qualitäten in der Landwirtschaft und Hortikultur geschärft werden?
Die Folgen des Systemwandels, sowohl betriebswirtschaftlich, ökologisch als auch technologisch, werden anhand konkreter Praxisbeispiele untersucht. Weiter lernen Sie die einzelnen Prozessschritte, von der Projektentwicklung bis zum Monitoring für die monetäre Inwertsetzung zusätzlicher Leistungen aus der Landwirtschaft, zum Beispiel in Form von Klimaschutzprojekten, kennen. Im praktischen Unterricht stehen die Methoden für die Quantifizierung der wichtigsten Ökosystemdienstleistungen im Fokus, wie zum Beispiel Kohlenstoffspeicherung oder Biodiversität.
Tierhaltung und Futterbau: Der Futterbau hat im biologisch wirtschaftenden Landwirtschaftsbetrieb eine zentrale Bedeutung: Er ist die Grundlage für eine standortgerechte Produktion von Milch und Fleisch. Für die Nutztierhaltung im biologischen Landbau ist die vorbeugende Gesunderhaltung der Nutztiere eine wesentliche Voraussetzung. Gemeinsam mit Zucht, Haltung, Fütterung und der Einbettung in den Betriebskreislauf ist dies die Basis für hochwertige tierische Erzeugnisse im Einklang mit der Natur.
Master
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Wir leiten und unterrichten in folgenden Modulen des Master Umwelt und Natürliche Ressourcen im Schwerpunkt Agroecology and Foodsystems:
Umweltingenieurwesen - Agroecology and Food Systems: Die Studierenden befassen sich mit den Herausforderungen von landwirtschaftlichen Produktions- und Ernährungssystemen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Ressourcennutzung im Sinne der Agrarökologie. Auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene beleuchten sie die Ökosystemdienstleistungen von landwirtschaftlichen Produktionssystemen und zeigen Wege auf, die zu einer nachhaltigen Intensivierung beitragen können. Die Vorgehensweise im Teil Agrarökologie orientiert sich am «Zwiebelaufbau" - vom Kern der Betrachtung im Sinne der Kulturpflanzenökologie über die Beurteilung von Ökosystemdienstleistungen verschiedener Landnutzungssysteme bis zu den Konsequenzen einer agrarökologischen Transformation auf gesellschaftlicher und sozialer Ebene.
Ein weiterer Schwerpunkt bildet die umfassende Analyse von Wertschöpfungsketten für regionale Produkte auch im Hinblick auf mögliche Umweltwirkungen in der Erzeugung. Zur Analyse gehört ebenfalls die systematische Darstellung der unterschiedlichen Interessens- und Betroffenheitsperspektiven entlang der Produktions- und Lieferkette und eine kritische Auseinandersetzung mit diesen.
Circular Economy Management – Material and Energy Systems: Nachhaltigkeit bedeutet, natürliche Ressourcen wie Wasser, Boden und Luft verantwortungsvoll zu nutzen, damit sie sowohl gegenwärtige als auch zukünftige Generationen unterstützen können.
Das Modul «Material- und Energiesysteme» konzentriert sich darauf, Material- und Energieflüsse in natürlichen und menschengemachten Systemen als konzeptionelles Modell für die Kreislaufwirtschaft zu verstehen. Dabei werden die Prinzipien und Typen natürlicher Ökosysteme, das Zusammenspiel biotischer Gemeinschaften mit abiotischen Faktoren sowie der Einfluss menschlicher Nutzung thematisiert.
Energie- und Stoffströme werden entlang des Kontinuums von Pionier- bis hin zu reifen natürlichen und anthropogenen Ökosystemen analysiert und mit technischen Lösungen verglichen. Dazu gehören beispielsweise landwirtschaftliche Systeme, die Abfallwirtschaft sowie Wasser- und Abwassersysteme.
Interessiert an einer Masterarbeit zu einem Thema zu einem unserer laufenden Forschungsprojekte im Bereich Agroforst, Agri-Photovoltaik oder regenerative Landwirtschaft?
Dann bitten wir um Kontaktaufnahme mit Mareike Jäger, Forschungsgruppenleiterin.